
Die Klever Stadtschreiberin
Hochschule Rhein-Waal hat Betrieb aufgenommen
Nun ist es endlich soweit: In dieser Woche hat die Hochschule Rhein- Waal ihren Betrieb aufgenommen, insgesamt 120 Studenten dürfen sich jetzt offiziell als Erstsemester bezeichnen. Davon sind 89 Studenten am Standort Kleve eingeschrieben.
Das scheint erstmal nicht viel zu sein, jedoch sind die Kapazitäten der Hochschule hiermit bereits voll ausgeschöpft, denn zurzeit werden in Kleve zwei, in Kamp-Lintfort ein Studiengang angeboten.
Bis zum Wintersemester 2010 soll dies aber schon ganz anders aussehen, dann werden sieben weitere Fächer in Kleve und vier in Kamp-Lintfort zur Auswahl stehen. Die Nachfrage scheint groß genug, damit es sich rentiert: Jeder Studiengang ist für 50 Studenten ausgerichtet, allerdings ist beispielsweise im Fach Bio Science & Health diese Zahl schon längst erreicht, es gibt aber noch weitere Anfragen. Insgesamt kann man darum den Start als besonders erfolgreich für die Hochschule verbuchen, denn vergessen darf man nicht, dass Kleve bei 89 jungen Leuten ein unglaubliches Konkurrenzangebot ausgestochen hat. Wer hätte gedacht, dass das Konzept von Kleve als Hochschulstandort aufgeht?
In meinem Bekanntenkreis zum Beispiel zeichnete sich zwar eine allgemeine Freude ab, als bekannt wurde, dass Kleve Hochschulstandort wird, aber in erster Linie aus Gründen der möglichen Veränderungen, die in und mit der Stadt geschehen werden, als aus persönlichem Interesse. So sind die meisten von ihnen mittlerweile zum Studieren weggezogen. Seit Jahr und Tag ist es ja so, dass junge Leute mit Studienwunsch weg vom Niederrhein gehen, in die großen Städte: Köln, Bonn, Bochum, Münster, um nur einige der Beliebtesten zu nennen. Mich persönlich hatte es nach dem Abitur nach Wuppertal verschlagen. Günstige Wohnungen im Studentenwohnheim, gut ausgebaute Bus- und Bahnverbindungen, sowie vielfältige Freizeit- und Kulturangebote locken uns nun mal ganz besonders an. Nicht zuletzt gehören meist die Großstadtatmosphäre an sich oder die glückliche Aussicht darauf, nicht mehr bei den Eltern zu wohnen, zu den ausschlaggebenden Gründen für den Umzug. Es scheint, als hätte da eine Hochschule am Niederrhein keine Chance.
Aber nein, diese Erstsemester haben sich bewusst dagegen entschieden, nehmen lange Anfahrtszeiten mit dem Auto in Kauf, und dass sie überhaupt als die allerersten Studenten an der Hochschule auch mit den typischen „Kinderkrankheiten“ zu kämpfen haben werden. Warum sie das tun hat allerdings auch gute Gründe, denn in Kleve und Kamp- Lintfort stehen Studiengänge zur Wahl, die bundesweit erstmalig angeboten werden und damit einzigartig sind. Sie sind besonders zukunftsorientiert und praxisbezogen, was man schon an den Namen erahnen kann: „International Business and Social Sciences“, welches in Englisch unterrichtet wird und das oben genannte „Bio Science & Health“ werden in Kleve gelehrt, „E-Government“ wird in Kamp- Lintfort angeboten. Alle Fächer sind sehr international und auf die gleichzeitige Erwerbung von Soft Skills ausgerichtet. Dazu gehört, dass zum Beispiel Auslands- und Praxissemester während des Studiums vorgesehen sind. Hierauf legen Studenten heutzutage großen Wert, denn dies verspricht einmal große Vorteile und Chancen auf dem (weltweiten) Arbeitsmarkt. Kommen wir einmal auf die Kinderkrankheiten zu sprechen, so beschweren sich die Studenten der neuen Hochschule zu recht beispielsweise über die „Mensa“, die zurzeit aus einem Automaten besteht, der Fertiggerichte aus der Mikrowelle anbietet, oder über schlechte Busverbindungen, wie die nicht vorhandene Haltestelle vor der Hochschule, oder über die Bibliothek, die großzügig geschätzt schon an die 100 Werke umfasst, oder über das fehlende Labor, das für die Bio Science- Studenten eigentlich unabdingbar ist. Dies sind nur wenige Beispiele.
Es muss also noch unbedingt einiges geschehen, sollen im nächsten Wintersemester noch mehr Studenten nach Kleve kommen. Unter ihnen wird sich so etwas schnell herum sprechen und ist je nachdem auch gute oder schlechte Werbung. Aber nicht nur für Studenten ist dies zukunftsweisend, sondern auch für mögliche Kooperationen mit Firmen und Forschungsunternehmen. Kleve könnte so zu einem einflussreichen Standort von Wissen, Bildung und Forschung wachsen. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Ich selbst bin nun, nach dem abgebrochenen Studium in Wuppertal, seit über einem Jahr an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN) und studiere Sozialpädagogik. Ich habe gemerkt, dass sinnlos ist, die „äußere Rahmenbedingungen“ als Kriterien für die Hochschulwahl heranzuziehen. Wenn man etwas wirklich will, nimmt man vieles in Kauf.
Bis zum Wintersemester 2010 soll dies aber schon ganz anders aussehen, dann werden sieben weitere Fächer in Kleve und vier in Kamp-Lintfort zur Auswahl stehen. Die Nachfrage scheint groß genug, damit es sich rentiert: Jeder Studiengang ist für 50 Studenten ausgerichtet, allerdings ist beispielsweise im Fach Bio Science & Health diese Zahl schon längst erreicht, es gibt aber noch weitere Anfragen. Insgesamt kann man darum den Start als besonders erfolgreich für die Hochschule verbuchen, denn vergessen darf man nicht, dass Kleve bei 89 jungen Leuten ein unglaubliches Konkurrenzangebot ausgestochen hat. Wer hätte gedacht, dass das Konzept von Kleve als Hochschulstandort aufgeht?
In meinem Bekanntenkreis zum Beispiel zeichnete sich zwar eine allgemeine Freude ab, als bekannt wurde, dass Kleve Hochschulstandort wird, aber in erster Linie aus Gründen der möglichen Veränderungen, die in und mit der Stadt geschehen werden, als aus persönlichem Interesse. So sind die meisten von ihnen mittlerweile zum Studieren weggezogen. Seit Jahr und Tag ist es ja so, dass junge Leute mit Studienwunsch weg vom Niederrhein gehen, in die großen Städte: Köln, Bonn, Bochum, Münster, um nur einige der Beliebtesten zu nennen. Mich persönlich hatte es nach dem Abitur nach Wuppertal verschlagen. Günstige Wohnungen im Studentenwohnheim, gut ausgebaute Bus- und Bahnverbindungen, sowie vielfältige Freizeit- und Kulturangebote locken uns nun mal ganz besonders an. Nicht zuletzt gehören meist die Großstadtatmosphäre an sich oder die glückliche Aussicht darauf, nicht mehr bei den Eltern zu wohnen, zu den ausschlaggebenden Gründen für den Umzug. Es scheint, als hätte da eine Hochschule am Niederrhein keine Chance.
Aber nein, diese Erstsemester haben sich bewusst dagegen entschieden, nehmen lange Anfahrtszeiten mit dem Auto in Kauf, und dass sie überhaupt als die allerersten Studenten an der Hochschule auch mit den typischen „Kinderkrankheiten“ zu kämpfen haben werden. Warum sie das tun hat allerdings auch gute Gründe, denn in Kleve und Kamp- Lintfort stehen Studiengänge zur Wahl, die bundesweit erstmalig angeboten werden und damit einzigartig sind. Sie sind besonders zukunftsorientiert und praxisbezogen, was man schon an den Namen erahnen kann: „International Business and Social Sciences“, welches in Englisch unterrichtet wird und das oben genannte „Bio Science & Health“ werden in Kleve gelehrt, „E-Government“ wird in Kamp- Lintfort angeboten. Alle Fächer sind sehr international und auf die gleichzeitige Erwerbung von Soft Skills ausgerichtet. Dazu gehört, dass zum Beispiel Auslands- und Praxissemester während des Studiums vorgesehen sind. Hierauf legen Studenten heutzutage großen Wert, denn dies verspricht einmal große Vorteile und Chancen auf dem (weltweiten) Arbeitsmarkt. Kommen wir einmal auf die Kinderkrankheiten zu sprechen, so beschweren sich die Studenten der neuen Hochschule zu recht beispielsweise über die „Mensa“, die zurzeit aus einem Automaten besteht, der Fertiggerichte aus der Mikrowelle anbietet, oder über schlechte Busverbindungen, wie die nicht vorhandene Haltestelle vor der Hochschule, oder über die Bibliothek, die großzügig geschätzt schon an die 100 Werke umfasst, oder über das fehlende Labor, das für die Bio Science- Studenten eigentlich unabdingbar ist. Dies sind nur wenige Beispiele.
Es muss also noch unbedingt einiges geschehen, sollen im nächsten Wintersemester noch mehr Studenten nach Kleve kommen. Unter ihnen wird sich so etwas schnell herum sprechen und ist je nachdem auch gute oder schlechte Werbung. Aber nicht nur für Studenten ist dies zukunftsweisend, sondern auch für mögliche Kooperationen mit Firmen und Forschungsunternehmen. Kleve könnte so zu einem einflussreichen Standort von Wissen, Bildung und Forschung wachsen. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Ich selbst bin nun, nach dem abgebrochenen Studium in Wuppertal, seit über einem Jahr an der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN) und studiere Sozialpädagogik. Ich habe gemerkt, dass sinnlos ist, die „äußere Rahmenbedingungen“ als Kriterien für die Hochschulwahl heranzuziehen. Wenn man etwas wirklich will, nimmt man vieles in Kauf.

