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Hochschle Rhein-Waal: Innovativ und international

Die Hochschule Rhein- Waal versteht sich selbst als innovative, internationale Hochschule, was sich beispielsweise im Studiengang „International Business & Social Sciences“ ausdrückt, der komplett englischsprachig gelehrt wird. Doch manche Studenten sind skeptisch gegenüber den neuen Studiengängen, die sonst noch nirgendwo in Deutschland gelehrt werden. Sie befürchten, dass sie einmal fast schon „zu exotisch“ für den Arbeitsmarkt sein werden. Denn was ihnen oftmals fehlt, ist eine konkrete Vorstellung vom späteren Berufsprofil.
Einerseits müssen sich die Studenten nicht sehr große Sorgen machen, denn bereits 2008 erstellte die Hochschul-Informations-System GmbH eine Studie, die zeigt, dass insbesondere Absolventen von MINT- Fächern beruflich besonders erfolgreich sind, und diese werden schwerpunktmäßig an der HRW gelehrt. So sind im Vergleich zu anderen Fächern fünf Jahre nach Studienabschluss 97 Prozent von ihnen erwerbstätig und beziehen attraktive Gehälter.

Andererseits ist die Verunsicherung berechtigt, denn vor allem am Niederrhein findet man insbesondere eine klein- bis mittelständische Unternehmenslandschaft vor, in denen häufig kaum Erfahrungen mit Fach- und Führungskräften mit Hochschulabschluss bestehen. Langfristig wird es jedoch notwendig sein, Betriebe der Region hierfür zu sensibilisieren.
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Kleve und der Förderverein Campus Kleve haben sich unter anderem diese Aufgabe zum Ziel gemacht, und arbeiten eng mit der HRW zusammen. Erstmalig wurde nun ein Technologietransferkonzept entwickelt, welches Firmenkooperationen mit der HRW anstrebt. Den Studenten wird hierdurch die spätere Suche nach einem Arbeitgeber erleichtert, vor allem bei Studiengängen, deren Berufsprofil noch nicht eindeutig definiert ist.
Der Studiengang E-Government, der in Kamp- Lintfort angeboten wird, ist vergleichbar mit einem Informatik- Studium; von daher wissen die Studenten bereits über ihre Zukunftsaussichten sehr gut Bescheid. 

Dagegen ist es beim Studiengang „Bio Science & Health“ wahrlich etwas komplizierter: Eine besonders breite Palette an Inhalten von Themen des Gesundheitswesens mit einer hohen naturwissenschaftlichen Komponente lässt viele Möglichkeiten offen. Darum ist der spätere Beruf sehr schwer abzugrenzen. Letztendlich liegt die Aufgabe bei den Studenten selbst, sich ihr eigenes Berufsprofil zu erstellen. Von Semester zu Semester werden sich die Studenten deshalb auf bestimmte Schwerpunkte spezialisieren. Besonders für diesen Studiengang ist es darum ratsam, möglichst viele Praktika in der vorlesungsfreien Zeit machen.