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Die Klever Stadtschreiberin

Neue Chancen für regionale Unternehmen

Auf der Homepage der Hochschule Rhein- Waal ist mir in der letzten Woche eine Seite besonders aufgefallen, auf der eine lange Liste mit Namen großer und kleiner Unternehmen vom Niederrhein zu sehen ist, als „Unterstützer“ betitelt. All diese Betriebe stehen also in Kontakt mit der Hochschule. Mich interessierte daran vor allem der Nutzen, den beide Seiten aus dieser Verbindung ziehen.
Eine Anfrage beim Förderverein Kleve müsste mir Klarheit verschaffen, lautet doch dessen offizielles Ziel, „die Hochschule durch Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Politik ideell und finanziell zu fördern“. Da aber die Fördervereine „Campus Cleve“ und „Campus Camp- Lintfort“ allein die ausführenden Organe vor Ort sind, bekam ich von anderer Stelle konkrete Antworten. „Der Förderverein wirkt wie eine Kontaktbörse, die es den Mitgliedern erleichtern soll, aufeinander zuzugehen“, erklärte mir die Industrie- und Handelskammer Duisburg- Wesel- Kleve, dessen Geschäftsführer zum Vorstand des Fördervereins gehört. 

Im kleinen Rahmen heißt das, dass ein Student beispielsweise auf der Suche nach einem Praktikumsplatz sich einmal die oben angesprochene Liste anschauen, und bei Bedarf den Förderverein am jeweiligen Studienstandort um Unterstützung bitten kann. 

Im größeren Rahmen werden bereits die ersten sichtbaren Ergebnisse verzeichnet: Schon sechs Studenten sind in einem dualen Studiengang eingeschrieben, arbeiten also während des Studiums in einem Unternehmen. Drei davon beschäftigt das Kommunale Rechenzentrum Kamp- Lintfort (KRZN). Aber wie ist man dort auf die Idee gekommen ist, erstmalig diese Art Ausbildung anzubieten? „Einerseits haben wir einen ganz klaren Standortvorteil: Der Campus Kamp-Lintfort liegt direkt gegenüber von unserem Rechenzentrum“, erklärt mir der Pressesprecher Rudolf Schneider. „Aber ausschlaggebend war vor allem, dass der Studiengang E- Government perfekt auf die Anforderungen und Aufgaben im Rechenzentrum zugeschnitten ist.“ 

Aufgrund der Arbeitserfahrungen, die sie während ihrer Ausbildung erlangen, sind Studenten des dualen Systems auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt. Dies bedeutet für regionale Unternehmen, dass sie aufgrund ihrer Nähe zu den Hochschulstandorten die Chance bekommen, schon frühzeitig junge und leistungsstarke Fachkräfte an sich zu binden. Sie müssen diese Chance nur wahrnehmen. 

Auch das KRZN kann aufgrund seiner bisher gemachten Erfahrungen das duale System nur weiterempfehlen. Die Möglichkeiten, die sich für Studenten und Unternehmen gleichermaßen ergeben, hat auch die Hochschule erkannt und plant weitere duale Studiengänge. Eine zukunftsweisende Nachricht.