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Die Klever Stadtschreiberin

Wohnungen für Studenten in Kleve gefragt

Dass Kleve bei der studentischen Wohnungssuche einmal sehr beliebt sein würde, hätte ich bis vor einiger Zeit nie geglaubt. Aber nicht erst seit Ankündigung der Pläne für die neue Hochschule haben sich einige Veränderungen auf dem Mietmarkt vollzogen, die es den Studenten trotz extrem zurückgeschraubter Ansprüche (Hauptsache die Miete ist günstig) erschwert, ein potentielles Domizil zu finden.
Makler und Firmen sehen sich vor das Problem gestellt, dass kaum geeignete Kleinwohnungen zur Verfügung stehen, die sie den Studenten überhaupt anbieten könnten. Laut aktuellem Mietspiegel der Stadt sind gerade Kleinwohnungen bis 55 Quadratmeter schon seit längerer Zeit so gefragt, dass dies zu einer fünf- prozentigen Erhöhung der Mietwerte führte.

Aus dem Mietspiegel geht ebenfalls hervor, dass die vielerorts veränderte wirtschaftliche Situation hierfür verantwortlich ist, weswegen der Trend vorrausichtlich noch weiterhin zur Kleinwohnung gehen wird. Aber auch der Zuzug von deutschen und niederländischen Arbeitnehmern, sowie Studenten der diversen Hochschulen in Nimwegen hat zur Erhöhung der Mietwerte beigetragen, gerade in den Ortsteilen entlang der Grenze. Darum ist hier eine fünf- prozentige Erhöhung der Mietwerte auch bei Wohnungen über 75 Quadratmeter festzustellen. Trotzdem lohnt sich das Pendeln, da die Mieten in der Nachbarstadt immer noch teurer, und die Plätze in den Wohnheimen rar sind. Aus diesem Grund herrscht in den grenznahen Orten, allen voran Kranenburg, schon lange akuter Wohnungsmangel. So bestätigte es mir auch Udo Blom, Immobilienmakler in Kranenburg, der schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen hat, wie dringend Studentenwohnheime gebraucht, und wie gut sie sich auch rentieren würden. Aber vielleicht war ein Studentenwohnheim in Kranenburg für manch einen damals einfach eine zu abstrakte Vorstellung (siehe Eingangssatz).

Der Bau eines Studentenwohnheims ist jetzt natürlich keine ferne Zukunftsmusik mehr. Das Thema studentisches Wohnen wird noch bei den zuständigen Behörden besprochen und ist so vielseitig, dass es hierüber noch viel zu berichten geben wird. Zum Thema würden mir direkt viele Ideen einfallen: Vielleicht könnte man die Nimweger Studenten in die Planungen einbeziehen; wie wäre es beispielsweise mit einem deutsch- niederländischem Wohnheim, um den Kontakt und den Austausch zwischen jungen Menschen dies- und jenseits der Grenze zu fördern? Und wozu einen Neubau errichten? In Bedburg- Hau stehen ganze Wohnblöcke leer, da die Bewohner der Außenwohngruppen vor kurzem umgezogen sind. Die Häuser liegen mitten im Grünen, direkt am Bahnhof, und würden sich als Studentenwohnheime ideal eignen. Die Häuser sind fast 100 Jahre alt und stehen unter Denkmalschutz… das würde doch gut mit der Hochschule im Hafengebiet zusammenpassen. Wie auch immer die Gespräche ausgehen, man darf auf die Ergebnisse nur gespannt sein!