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Die Klever Stadtschreiberin

Studentisches Wohnen in Kleve

Noch vor den Weihnachtsferien liefen die ersten offiziellen Gespräche über die Möglichkeiten der Wohnungs-versorgung für die zukünftigen Rhein-Waal-Studenten an.
Ideen gibt es von Seiten der Stadt Kleve und dem Studentenwerk Düsseldorf schon viele, und auch wenn noch keine konkreteren Pläne ausgearbeitet sind, bleibt es doch weiterhin spannend, das Thema zu verfolgen. Besonders im Bereich städtebaulicher Angelegenheiten stellen sich zum studentischen Wohnen einige brisante Fragen. 

So sieht man zum Beispiel dem derzeitigen Bau verschiedener privater Wohnanlagen in Kleve eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits ist man auf die Hilfe privater Investoren angewiesen, um ausreichend Wohnraum zu schaffen, andererseits stellen die Wohnanlagen nicht nur eine Konkurrenz dar, so dass hieraus wirtschaftliche Probleme für kleinere Vermieter resultieren können; es besteht auch die Gefahr eines Überangebots an Wohnungen, die an Studenten vermietet werden. Bauleitplanerische Maßnahmen haben nur bedingt die Möglichkeit hierauf Einfluss zu nehmen, da nur Stellplätze für ausgewiesene Studentenwohnanlagen reguliert werden können. 

Die Thematik Angebot und Nachfrage ist in der Planung überhaupt ein sehr wichtiger Punkt. Das Studentenwerk Düsseldorf, das für die Vermietung von preisgünstigem Wohnraum an die Studenten zuständig ist, stellt berechtigterweise die Frage nach der Rentabilität. So wird ein Studentenwohnheim in Kleve sicherlich kein großer Betonkomplex werden, vielmehr tendiert man zum Bau kleiner Apartmentanlagen. Die Finanzierung muss hierbei stimmen: 2003 hat das Studentenwerk zum letzten Mal Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln zu diesem Zweck bekommen. Aus diesem Grund strebt man auch eine kostengünstige Energieversorgung an, zum Beispiel durch Nutzung regenerativer Energien. „Solarenenergie, Erdwärme; eben alles, was man heutzutage machen kann, werden wir einbringen“, so das Studentenwerk. Eine erfreuliche Nachricht, warten muss man aber noch länger auf das Ergebnis: Der Bau wird nicht vor Ende diesen Jahres beginnen.