„Schlossgespräche“ auf Schloss Moyland mit Florenz

Hans Geurts, Karl-Heinz Florenz und Frank Ruffing. Foto: privat
Hans Geurts, Karl-Heinz Florenz und Frank Ruffing. Foto: privat

Kleve/Bedburg-Hau. Mehr als 200 Mitglieder und Kunden folgten der Einladung der Volksbank Kleverland zu den diesjährigen Museumsführungen und den Schlossgesprächen auf Schloss Moyland. Der Vorstandsvorsitzende Frank Ruffing begrüßte neben seinen Kunden auch Karl-Heinz Florenz, Abgeordneter des europäischen Parlaments. Er referierte zum Thema „Quo vadis Europa - Der Reformprozess in Europa fängt erst an“.

Karl-Heinz Florenz, langjähriges Mitglied des europäischen Parlamentes, stellte fest, dass Europa immer noch der wohlhabendste Kontinent der Erde sei, sich aber vor anderen oft klein mache. Es müsse in absehbarer Zeit eine gemeinsame Außenpolitik aller Staaten geben, um die derzeitigen Krisen (wie die Flüchtlingsproblematik) in den Griff zu bekommen. Aktuell gäbe es seiner Meinung nach keine „Euro-Krise“, sondern eine Disziplinkrise in den Haushalten der Staaten. „Wir benötigen
eine Renaissance der Vernunft in Bezug auf die Ausgabenpolitik“, sagte der Europa-Abgeordnete. Die Wirtschaftskraft solle gestärkt und nicht durch solche Maßnahmen geschwächt werden. Nicht Griechenland, sondern besonders Frankreich und Italien bereiteten ihm Sorgen für die Zukunft. Man müsse unbedingt kurzfristig vom „Krisenmodus“ in den „Gestaltungsmodus“ umschalten, um die anstehenden Probleme zu lösen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Volksbank Kleverland, Hans Geurts, bedankte sich bei Karl-Heinz Florenz für den aktuellen und interessanten Vortrag. Eingerahmt wurde das Programm durch zwei junge Musiker der Kreismusikschule Kleve, Lucas Hans und Johannes Westphäling, 17 und 16 Jahre alt, die mit ihren Querflöten das Publikum begeisterten.