Endlich genug Sitzplätze für alle Kinder

RP und Volksbank Kleverland präsentieren die Samstag-Serie: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.

Heute: Ulrike van den Heuvel, die sich im Förderverein der Grundschule St. Antonius in Bedburg-Hau engagiert.

Bedburg-Hau Bei Schulveranstaltungen mussten bisher immer viele der rund 200 Schüler an der katholischen Grundschule St. Antonius auf dem Boden sitzen. Es gab einfach nicht genug Stühle im Mehrzweckraum. Auch Ulrike van den Heuvels Sohn Jonas fand nicht immer einen Sitzplatz.

Als die Ausschreibung für das Projekt „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ in van den Heuvels E-Mail-Eingang bei der Volksbank landete, fragte sie sofort in ihrem Verein, dem Förderverein der Grundschule St. Antonius, nach, ob irgendeine Anschaffung anstehe. Schnell bekam sie eine Antwort von der Schulleiterin. „Die Rektorin, Inge Buntenbroich, sagte mir, sie würde gerne neue Bänke anschaffen“, erzählt van den Heuvel.

Die Vertriebsassistentin meldete das Projekt an und war erfolgreich. Ihr Arbeitgeber übernahm schließlich die Finanzierung von zehn der insgesamt zwanzig angeschafften Bänke. Auch die Bühne, die im Mehrzweckraum steht, wurde von der Volksbank mitfinanziert.

„Die Bänke sind klein, bieten vier bis fünf Kindern Platz und sind leicht stapelbar, das macht sie so praktisch“, erklärt van den Heuvel. Vergangenen Mittwoch wurden die Bänke bei der Verabschiedung einer Klassenlehrerin erstmals genutzt. Die Kinder und Lehrer der Grundschule zeigten sich laut van den Heuvel begeistert von den neuen Sitzmöglichkeiten in ihrem Mehrzweckraum. „Endlich müssen die Kinder nicht mehr auf dem Boden sitzen. Und es trägt bei den Veranstaltungen wesentlich zur Ruhe bei, wenn die Kinder nicht die ganze Zeit auf dem unbequemen Boden rumrutschen.“

Seitdem ihr Sohn Jonas im August in die katholische Grundschule eingeschult wurde, ist Ulrike van den Heuvel Mitglied im Förderverein. In ihm haben sich die Eltern der Schüler organisiert. Dass ihr Engagement langfristig sein wird, liegt an ihren Kindern. „Wir wissen jetzt schon, dass wir insgesamt acht Jahre mit der Schule zu tun haben werden, da unser zweiter Sohn Simon eingeschult wird, wenn Jonas die Schule verlässt“, sagt van den Heuvel. Simon ist gerade drei Jahre alt geworden.

Der Förderverein der St. Antonius-Grundschule setzt sich für verschiedene Projekte rund um das Wohl der Schüler ein: Unter anderem schaffte er Außenspielgeräte an, einen Balancierbalken aus Holz für den Schulhof, gelbe Postmappen für die Erstklässler und einen Beamer mit Leinwand für den Mehrzweckraum. Auch zu Klassenausflügen und dem Projekt „mini-art“ gibt der Verein einen finanziellen Zuschuss, so dass die Familien pro Person ein paar Euro weniger zahlen müssen.
Ulrike van den Heuvel engagiert sich gerne und mit viel Einsatz in dem Verein: „Ohne den Förderverein geht es nicht“, betont sie. Am vergangenen Donnerstagabend ließ sie sich deshalb auch zur Schriftführerin des Vereins wählen.

VON LAURA SCHAMEITAT