Die St. Nicolai Kirche wird immer schöner

RP und Volksbank Kleverland präsentieren die Samstags−Serie: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen.

Heute: Norbert Hos vom Förderverein der Pfarrkirche in Kalkar.

KALKAR Wenn Volksbank−Mitarbeiter Norbert Hos aus seinem Bürofenster schaut, dann blickt er geradewegs auf das große Westfenster der katholischen St. Nicolai Kirche in Kalkar. Ein herrlicher Blick, zudem der 49−jährige Vermögensbetreuer selber einiges beigetragen hat. Seit Bestehen des Fördervereins St. Nicolai (1999) ist Hos im Vorstand als Kassierer tätig. „Uns geht es um den Erhalt und die Verschönerung der ganzen Kirche. Gründungsgrund für den Förderverein war damals jedoch vor allen Dingen das Anliegen, die alten Kirchenfenster aus Notverglasung durch neue, kunstvolle Fenster zu ersetzen“, erläutert Hos, der St. Nicolai liebevoll seine Hauskirche nennt.

Vergangenes Wochenende konnte nun gleich zweifach in St. Nicolai gefeiert werden: Zum einen wurde das neue Nordfenster feierlich eingeweiht und auch die nagelneuen vier Kirchturmuhren, hergestellt von der St.−Eligius−Gilde Kalkar, konnten erstmals in ihrer vollen Pracht bewundert werden.

Entworfen und hergestellt werden die Kirchenfenster vom Wiesbadener Künstler Karl−Martin Hartmann. Am Ende bilden die 22 Fenster ein Gesamtkunstwerk unter der Überschrift „Manifestation des göttlichen Lichts“. Schon jetzt, 18 der 22 Fenster wurden bereits installiert, ist die Intention des Künstlers klar zu erkennen. Besonders die Ostfenster an der Stirnseite der Kirche ziehen die Blicke der Besucher sofort auf sich: farbenprächtig in gelb, violett, pink und rot erstrahlen die kleinen Glasscheiben und tauchen die Kirche in fantastisches Licht. „Für mich symbolisieren diese Fenster einen Sonnenaufgang“, sagt Hos, dessen Tochter Merle (12) in St. Nicolai getauft wurde.

So schön die modernen Fenster und die neuen Kirchturmuhren auch sind – die Finanzierung der beiden Großprojekte stellt den Förderverein regelmäßig vor neue Herausforderungen. „Die Kosten für die Fenster belaufen sich auf über zwei Millionen Euro, hinzu kommen etwa 25 000 Euro für die Kirchturmuhren. Das ist ein ganz schöner Batzen“, sagt Norbert Hos, der seit 30 Jahren bei der Volksbank arbeitet. Dennoch sei der Förderverein für die ganze Kirche aktiv und nicht nur für die Fenster – so habe man etwa die Schatzkammer und die Kirchturmbeleuchtung mitfinanziert.

Zudem lobt Norbert Hos das gemeinschaftliche Miteinander der Vereine am Ort. „Hier klappt vieles gut, weil Hand in Hand gearbeitet wird“, erläutert er. Ein Beispiel sei die Verkaufsaktion am vergangenen Wochenende gewesen: „Wir vom Förderverein haben Bücher und den Katalog zur bald startenden Dominikanerausstellung verkauft. Die Einnahmen fließen aber nicht in unseren Topf, sondern kommen dem Verein der Freunde Kalkars zugute. Was Sinn macht, da der Verein auch die Ausstellung finanziert“,erläutert Hos.

Die Spende der Volksbank Kleverland an den Förderverein St. Nicolai fließt ebenfalls in Verschönerungsarbeiten an der Kirche.

Neue Ausstellung: Ab dem 30. Juni bis September ist eine Dominikanerausstellung in der St. Nicolai Kirche zu sehen.

Der Vorstand des Fördervereins freut sich über die neuen Kirchturmuhren. Vergangenes Wochenende konnten die vier Uhren eingeweiht werden.

VON SARAH BIERE