Verein will Jugend für Tennis begeistern

Gruppenfoto Jugend Tennisclub Grün-Weiß Reichswald

Kleve Für Tennis begeistert sich Frank Rosar bereits seit seiner Jugend. „Tennis war immer eine positive Ergänzung meines beruflichen Lebens“, erklärt Rosar, der bei der Volksbank Kleverland als Generalbevollmächtigter für den Geschäftsbereich Privatkunden zuständig ist. Auch Rosar hat den Wandel in der Freizeitgestaltung Jugendlicher bemerkt. Das Angebot sei mit den Jahren immer vielfältiger geworden. Das Jugendcamp, das er für seinen Tennisclub Grün-Weiß Reichswald  mitorganisiert hat, soll hieran anknüpfen.

In der ersten Ferienwoche gab es für die Jugendspieler des knapp 250 Mitglieder starken Tennisvereins ein zweitägiges Trainingslager auf dem heimischen Platz Trainiert wurde von 10 bis 14 Uhr, Mittagspause inklusive. Der ehemalige Tennisprofi Wouter Zoomer trainierte die Jugendlichen im Alter von fünf bis 16 Jahren im Einzel und Doppel. „Bereits wie im vergangenen Jahr ist das Camp sehr gut gelaufen“, sagt Olaf Irretier, Jugendwart des Grün-Weiß Reichswalde. „Die enge Kooperation mit der Volksbank ist dabei natürlich immer sehr hilfreich.“ Im Moment verbuche der Verein sogar einen Zuwachs im Jugendbereich. Dabei sei ein Jugendcamp noch einmal eine Zusatzhilfe. „Es ist einfach wichtig so etwas zu machen, damit keine Lücke in den Vereinen zurückbleibt“, sagt auch Frank Rosar. Der 49-Jährige steuert geradewegs auf seinen runden Geburtstag zu. Tennisspielen möchte er auch weiterhin. „Dann aber bei den Herren 50“, sagt er. Derzeit spielt er in der Bezirksklasse A. Den Tennisclub Grün-Weiß Reichswalde gibt es seit Anfang der 1980er Jahre – ein Clubhaus, fünf Plätze. In Deutschland kam gerade mit Boris Becker und Steffi Graf der Tennisboom auf und lockte die Sportbegeisterten in die Vereine. Zu Gründerzeiten gab es lange Wartelisten, der Höchststand der Mitglieder lag bei über 300. Tennis war „in“, so auch in Kleve und Reichswalde. Zu dieser Zeit (1990er) fiel auch die Entscheidung, den fünften Platz zu bauen und einen Ergänzungsbau an das alte Clubhaus zu setzen.

Mittlerweile sei der Tennisboom vorbei, sagt Frank Rosar. Tennis hat in den vergangenen Jahren viel Konkurrenz durch einen Trend zu Individualsportarten erhalten. Viele Sportarten, die vor allem Jugendliche vermehrt betreiben, verpflichten nicht für eine Vereinsmitgliedschaft. Deshalb freue es alle Beteiligten umso mehr, wenn die Jugendarbeit im Verein fruchtet und viele Nachwuchsspieler im Erwachsenenalter dem Verein treu bleiben. Auch habe man in der Vergangenheit von den Problemen anderer Vereine profitiert, wie der Grün-Weiß Reichswalde auf seiner Club-Webseite zugibt.

Das Jugendcamp soll es im nächsten Jahr wieder geben. „Natürlich vorausgesetzt, dass auch alle wieder mitziehen“, sagt Olaf Irretier.