„Man muss dem Nachwuchs was bieten“

St. Sebastianus Schützenjugend Bezirksverband Kleve

RP und Volksbank Kleverland präsentieren die Samstags-Serie: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen.

Dieses Mal: Volksbank-Mitarbeiter Marc Groesdonk und seine St.-Sebastianus-Schützenjugend

Kleve Marc Groesdonk muss schmunzeln. Er mag diese Floskeln eigentlich auch nicht, aber sie sind einfach passend: „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft“, sagt er. Das ist in den normalen Bevölkerungsprognosen so, und so ist es auch heruntergebrochen in jedem kleinen ehrenamtlichen Verein. Wenn die Jugend fehlt, ist bald niemand mehr da. Und deswegen engagiert sich Marc Groesdonk auch bei den Jungschützen und nicht bei den Senioren.

Seit 2010 ist Groesdonk Bezirksjugendschatzmeister in der St.-Sebastianus-Schützenjugend im Bezirksverband Kleve der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Der Bezirksverband Kleve wurde im Jahr 1932 gegründet und besteht aus 24 Bruderschaften aus den Städten und Gemeinden Kleve, Goch, Kalkar, Kranenburg, Bedburg-Hau und Uedem. Das Schützentum begleitet Marc Groesdonk seit seiner Kindheit. „Mein Vater und eigentlich auch alle Bekannten waren schon Schützen“, erinnert er sich. „Außerdem komme ich vom Dorf“, sagt er und lacht - so, als ob es für ihn selbstverständlich ist, dass „Dorfkinder“ Schützen werden.

Fakt ist allerdings, dass immer weniger Jugendliche Schützen werden wollen. „Es gibt einfach viel mehr Alternativen als früher. Deswegen muss man dem Nachwuchs auch etwas bieten“, sagt Groesdonk. Für die Schülerprinzen hat die Bruderschaft daher ein neues Schützensilber in Auftrag gegeben. Zum einen war das alte aus den 1980er Jahren und zum anderen befanden sich bereits zu viele Schützenkönige darauf verewigt. Das neue Schützensilber ist nun auch aus Silber. Tragen darf es derzeit die aktuelle Bezirksschülerprinzessin Alexandra Staak.

Angefertigt hat sie der Goldschmied Georg Schotten. „Die Kette ist ein Unikat“, sagt Marc Groesdonk stolz.

Bei der Volksbank arbeitet Marc Groesdonk im Bereich Kredit. Seine Ausbildung zum Bankkaufmann hat er bei der Sparkasse in Goch gemacht. Er hat fünf Jahre in den Niederlanden gearbeitet, später in Düsseldorf und Wiesbaden. Währenddessen studierte er an einer Fernuniversität Betriebswirtschaftslehre. Seit fünf Jahren arbeitet er nun bei der Volksbank. Als Bezirksjugendschatzmeister verantwortet er nun seit 2010 die Ein- und Ausgaben seiner Jungschützen. Es gilt, die Ausflüge und Bezirksschützenfeste zu organisieren sowie die Schießwettbewerbe für Jüngeren zu planen. Anders als bei den Senioren schießen die Jungschützen nicht mit einem Kleinkaliber-, sondern mit einem Luftgewehr. Auch der Vogel ist nicht so weit entfernt, wie bei den Erwachsenen. Die Preise sind aber die gleichen. „Man muss dem Nachwuchs eben etwas bieten“, sagt er erneut.

VON PHILIPP JACOBS