Als Baby zum ersten Mal im Ferienlager

Gruppenfoto Ferienlager Fürstenberg 2013

Im Jahr 1991 wurde Matthias Thönnissen geboren, im darauffolgenden Jahr fuhr er zum ersten Mal mit ins Ferienlager Fürstenberg. Damit ist er der jüngste Teilnehmer, der jemals an der Ferienfreizeit der katholischen Pfarrgemeinde Zur Heiligen Familie (Reichswalde/Materborn) teilgenommen hat.

Der 20-Jährige, der gerade eine Ausbildung bei der Volksbank Kleverland absolviert, stammt aus einer Ferienlager-verrückten Familie. „Mein Vater war früher Lagerleiter, meine Mutter hat in der Lagerküche gearbeitet, meine Schwester ist genau wie ich Betreuerin“, berichtet Thönnissen.

Seit 1980 fahren die Messdiener von Materborn und Reichswalde in den kleinen Schwarzwald-Ort Fürstenberg, bei Donaueschingen. Heute ist das Ferienlager nicht mehr nur für Messdiener, sondern für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 15 Jahren offen. Wenn die rund 50 Teilnehmer im Ort eintreffen, sorgt das jedes Mal für Begeisterung bei den Einheimischen. „Das ist für die Fürstenberger schon ein Ereignis, schließlich erhöhen wir damit die Einwohnerzahl des 500-Seelen-Dorfes um ganze zehn Prozent“, sagt Thönnissen schmunzelnd.

Zum fünften Mal ist er nun als Betreuer dabei. Vor Ort ist er für die Ausgabe des Taschengelds zuständig. „Aber im Prinzip ist man als Betreuer automatisch MFA -Mädchen für alles“, betont der 20-Jährige. Aus dem Betreuerteam hat sich inzwischen ein fester Freundeskreis entwickelt. Dabei gehört es zum guten Ton, zwe Wochen Urlaub für das Ferienlager zu opfern. „Nach den zwei Wochen bräuchte man eigentlich direkt noch mal Urlaub. Das ist als Betreuer ganz schön anstrengend. Aber natürlich hat man dafür auch jede Menge Spaß“, betont der angehende Banker. Vor ein paar Tagen ist Thönnissen vom Fürstenberg-Lager 2013 zurückgekehrt.Im Gepäck hat er viele schöne Erinnerungen. Zu den Höhepunkten zählte der Besuch eines nahe gelegenen Erlebnisbads und die Fahrt mit einer historischen Dampflok.

Die Unterkunft in der Bürgerhalle des kleinen Ortes hat sich bewährt. Nachdem das Ferienlager zuvor 30 Jahre lang bei Pfarrer Ruby im Pfarrhaus zu Gast war, brauchte es vor drei Jahren eine neue Unterkunft, da das Haus von Seiten des Bistums nicht mehr vermietet wurde und verkauft werden sollte. Die Mehrzweckhalle ist nur 500 Meter von der alten Unterkunft entfernt und hat eine hochwertige Ausstattung, die den Bedürfnissen der Lagerteilnehmer sehr gut entspricht – auch wenn der Mietpreis doch deutlich höher als der des Pfarrhauses ist.

Wenn Matthias Thönnissen von „seinem“ Fürstenberg-Ferienlager spricht, merkt man, dass er wirklich mit ganzem Herzen dabei ist. „Die Faszination, die von dem Lager ausgeht, kann man nur schwer erklären. Das muss man einfach erleben. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf das Lager – so ist das eben, wenn man bereits als Baby mitgefahren ist“, sagt der 20-Jährige. Wer sich weiter über das Ferienlager Fürstenberg informieren oder Unterstützung geben möchte kann dies auf der Facebook-Seite des Ferienlagers tun oder sich an die Pfarrgemeinde "Zur Heiligen Familie" wenden.