Neues Zeltdach für Schänzer Schützen

Schützenverein van Schenk

Auf`m Dorf kennt jeder jeden. Das trifft nahezu auf jedes Dorf zu. Allerdings trifft es auf Schenkenschanz ein bisschen mehr zu. Gelegen zwischen zwei Armen des Rheins ist das kleine Dörfchen vom Rest des Kreises irgendwie abgetrennt. Rund 100 Einwohner hat Schenkenschanz, 98 Mitglieder der örtliche Schützenverein „von Schenk“. Nicht alle Einwohner sind allerdings auch Schützen. „Einige sind auch von außerhalb“, sagt Waltraud Heiting, Bankfachwirtin in der Kundenberatung bei der Volksbank und Schriftführerin im Schützenverein „von Schenk“. Die alljährlichen Schützenfeste sind für die Einwohner von Schenkenschanz fest im Terminkalender, egal ob direktes Mitglied oder nicht. „Es ist einfach die Tradition, die dazu gehört“, sagt Waltraud Heiting.

Umso mehr freut es die Schützen „op de Schanz“, dass nun das Dach des Festzeltes saniert wurde. Die Spende kam auch hier von der Volksbank Kleverland. Bis in die 1970er Jahre feierten die Schänzer ihre Kirmes im Zelt hinter der Gaststätte „Inselruh“. 1977 fiel der Zeltplatz Umbauarbeiten an der Gaststätte zum Opfer. Ein neuer Zeltplatz wurde außerhalb der Hochwasser-Schutzmauern erbaut. Das kleine Örtchen Schenkenschanz wurde mit der Zeit immer beliebter und ein größeres Zelt musste her. Mit einer Starthilfe der Stadt Kleve erwarben die Schützen „von Schenk“ 1990 ein neues Zelt. Mit der Pflasterung des Parkplatzes hinter der Ortschaft ist mittlerweile ein dauerhafter Stellplatz und Vogel-Schießstand entstanden. „Schirmherr“ über das Zelt ist der diesjährige König Stephan Brocks.

Premiere feierte das neue Zeltdach beim Schützenfest am 30. Juni. „Ein toller Tag“, resümiert Waltraud Heiting. Die Schänzerin ist erst seit diesem Mai Schriftführerin im Schützenverein „von Schenk“, aber schon immer begeistert gewesen vom Schützentum, wie sie selbst sagt. „Die schicken Uniformen sind schon toll.“ Schon kurz nachdem sie als Schriftführerin begonnen hatte, brachte Waltraud Heiting Neuerung in den Schänzer Verein. Mitgliedsbeiträge wurden bis vor kurzem noch an der Haustür eingesammelt. Man dürfe sich das so vorstellen, erzählt Waltraud Heiting, dass man am Tag vielleicht zwei, drei Beiträge einsammelte. „Es wurde ja überall erst einmal gekäuert.“ Auf?m Dorf kennt halt jeder jeden. Und so sorgte Heiting erst einmal dafür, dass die Mitgliedsbeiträge per Einzugsermächtigung eingezogen werden. Alle Schützen habe sie noch nicht im Verteiler, aber bald.

Die Gründung des Schützenvereins geht auf das Jahr 1928 zurück. Das Königsschießen wurde damals noch auf einer Rübe ausgetragen, weshalb der damalige König auch als Rübenkönig bezeichnet wurde. Mittlerweile können die Schützen „von Schenk“ auf ihr 85-jähriges Bestehen zurückblicken. Zum 30. Weinfest am Sonntag, 18. August, dienst das Zelt als Sommerschutz für die Cafeteria.