Passende Tore für die Fußballjugend

RP und Volksbank Kleverland präsentieren die Samstags-Serie: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen.

Dieses Mal: Marc Feige ist bei DJK Rhenania Kleve aktiv. Und das nicht nur als Torwart.

Kleve Wenn es nicht so viele freiwillige Helfer bei der DJK Rhenania Kleve gebe, dann sähen Fußballplatz und Vereinsgelände wohl nicht so gepflegt aus wie jetzt. Denn in der Spielpause im Sommer findet sich regelmäßig eine ganze Schar von Vereinsmitgliedern zusammen, die den Platz auf Vordermann bringen. Mit dabei sind dann auch viele Spieler aus der ersten Mannschaft - so wie Marc Feige. Der 24-Jährige spielt seit 2010 im Tor von Rhenania Kleve. Seit dem packt er immer dann, wenn im Sommer Zeit ist, bei den Platzarbeiten mit an. „Wir walzen den Rasen, stutzen die Sträucher am Rand und entfernen Gestrüpp und Brennnesseln“, sagt Feige.

Bei knappen Kassen seien solche Aufgaben für einen Sportverein gar nicht anders zu stemmen. „Das ehrenamtliche Engagement macht viel aus. Vor zwei Jahren konnten wir so zum Beispiel die beiden völlig zugepackten Abstellräume entrümpeln und neu einrichten“, sagt Feige. Er wechselte vom SV Siegfried Materborn zur DJK, weil dort viele seiner Freunde Fußball spielten, genauso wie sein Vater. Der Bankfachwirt, der 2008 seine Ausbildung bei der Volksbank Kleverland begann, freut sich besonders darüber, dass sein Verein die Jugendarbeit wieder aufgebaut hat. „Außerhalb des Seniorenbereichs gab es im Fußball lange nichts bei uns. Jetzt gibt es mehrere Jugendteams und auch eine U-13-Mädchenmannschaft“, sagt Feige.

Damit die Jugendlichen auch mit angemessen großen Toren trainieren können, sponserte die Volksbank Kleverland jetzt zwei Jugendtore. „Die sind nicht ganz so groß wie das, in dem ich stehe“, sagt Feige. Jetzt, da die geeigneten Tore da sind, mache das Toreschießen und -halten sicher noch viel mehr Spaß. „Denn darum geht es ja vorrangig. Die Kinder sollen bei uns Spaß am Sport bekommen und das Miteinander und soziales Verhalten lernen“, sagt der 24-Jährige. Und der weiß wovon er spricht - schließlich stand er selbst schon mit fünf Jahren auf dem Fußballplatz. „Die Kleinen müssen erst mal lernen, dass sie den Mitspieler nicht aus Ärger über ein Gegentor schubsen dürfen. Das bringen unsere Jugendtrainer ihnen bei“, sagt Feige. Besonders wertvoll für diesen Lernprozess sei das jährliche Sommerlager auf Ameland. Seit 50 Jahren bietet die DJK Kindern die Chance, 14 Tage in den Sommerferien mit ihren Freunden und Sport am Meer zu verbringen. Betreut werden die Kinder dabei von einigen Jugendlichen und erwachsenen Vereinsmitgliedern. „Spätestens da finden die Kinder neue Freunde“, betont Feige.

Eine weitere Aufgabe des Vereins sei es, allen Kindern das Fußballspielen zu ermöglichen. „Daher unterstützt die DJK Rhenania Kleve auch Kinder, deren Eltern sich den Vereinssport nicht leisten können. Zum Beispiel indem die Trainingsanzüge ihnen finanziert werden“, sagt Feige. Einen großen Anteil an dieser Unterstützung hätten die Vorstandsmitglieder Willi Ingensand und Walter de Ridder. „Die beiden sammeln nicht nur Spenden für die Jugendkasse, sondern machen auch ein Gewinnspiel, dessen Erlös für die Jugendabteilung ist“, sagt Feige. Er selbst sei auch schon gefragt worden, ob er nicht eine der Jugendmannschaften trainieren wolle. „Das schaffe ich neben Arbeit, Studium und eigenem Training aber nicht mehr“, sagt der Volksbank-Mitarbeiter. Bei den Platz-Aktionen will er sich aber auch in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass alle Teams gute Trainingsbedingungen vorfinden.

VON CHRISTINA RENTMEISTER