Von der Kindheit an dem Verein treu

RP und Volksbank Kleverland präsentieren die Samstags-Serie: Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele zusammen.

Dieses Mal: Volksbank-Mitarbeiter Michael Fischer-Sent, Geschäftsführer des Naturparks Kellen.

Naturpark Kellen

Kleve-Kellen Die Eindrücke der Kindheit wurzeln am tiefsten. Das gemeinsamen Treffen mit Freunden nach der Schule, Spaziergänge mit den Eltern oder auch nur ein bestimmter Ort, der im Gedächtnis bleibt. Für Volksbank-Mitarbeiter Michael Fischer-Sent (Immobiliengutachter) ist dieser Ort der Naturpark Kellen. Es ist seine dickste Wurzel im Gedächtnis. „Das war mein Spielplatz“, sagt er über den Naturpark. Seit diesem Jahr ist Michael Fischer-Sent (29) Geschäftsführer des Vereins Naturpark Kellen. Zuvor engagierte er sich bereits viele Jahre im Vorstand. Mit seinem Verein setzt er sich für den Erhalt und auch gegebenenfalls für den Ausbau des Naturparks
Kellen ein.

Jeden Samstag treffen sich einige der Vereinsmitglieder (insgesamt sind es 140), um Bäume und Sträucher im Park zu pflegen, kleine Bauarbeiten zu unternehmen oder einfach nur um nach dem Rechten zu sehen. Für Michael Fischer-Sent ist der Naturpark nicht nur eine schöne Kindheitserinnerung, sondern auch Naherholungsgebiet. Seine Frau geht jeden Tag mit der kleinen Tochter dort spazieren. Und wenn der junge Papa auch mal die Zeit hat, stapft er mit der kleinen
Tochter in den Fußstapfen, in denen er und seine Cousins schon 1989 gelaufen sind.

„Die Arbeit im Verein ist es einfach wert“, sagt Fischer-Sent. Als Geschäftsführer ist er vor allem für „Kommunikation mit der Stadt“ verantwortlich, wie er es selbst beschreibt. Manchmal wundert ihn selbst, wie jung er eigentlich ist. „Normalerweise sind die Vorsitzenden in einem derartigen Verein um die 60“, sagt er. Aber wie bei so vielen Vereinen habe man ihn irgendwann einfach gefragt. Und heute sieht man ihn glücklich, wenn er über seinen Verein und den Naturpark sprechen hört.

Rund 10 000 Besucher kommen jährlich in den Park. Sie joggen, gehen spazieren, führen ihre Hunde aus - es gehört zum täglichen Leben. Den Verein gibt es nun seit 28 Jahren. Die Anfänge des Naturparks gehen auf das Jahr 1936 zurück. In diesem Jahr entstand das heutige Baggerloch als Auskofferung für die Ziegelfabrik von August Rütter. Mit dem Ausbau des Sees interessierte sich auch die Kellener Bevölkerung mehr und mehr für das Gebiet. Kinder und Jugendliche erlernten dort das Schwimmen. 1969 verpachtete die Firma Rütter die Rechte des Grundstücks an die Firma Heimann, die 1979 die Ziegelproduktion einstellte. Sechs Jahre später wurde der Naturpark Kellen e.V. gegründet.

Das kleine Naherholungsgebiet stößt nicht nur bei den umliegenden Bewohnern auf Sympathie. „Vor allem Schulen kommen häufig mit ihren Klassen vorbei“, sagt Fischer-Sent. Für die Kleinen wird derzeit ein neuer Sandkasten direkt am Seeufer gebaut. „Kellen hat mit dem Park eine kleine Oase“, sagt Fische-Sent und zitiert damit gerne Bürgermeister Theodor Brauer. Da stört es ihn auch nicht weiter, dass er als kleiner Junge einmal in den See geplumpst ist.