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Aussenansicht Kundenzentrum Volksbank Kleverland - Blick vom Sproykanal

Vertreterversammlung der Volksbank Kleverland

Stabilität erreicht. Positive Entwicklung im Jahr 2026. Vorsondierung einer Fusion mit der Volksbank an der Niers.

Kleve, Oktober 2026 – Am 21. Oktober 2026 fand die diesjährige Vertreterversammlung der Volksbank Kleverland in der Stadthalle Kleve statt. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter waren der Einladung gefolgt und ließen sich umfassend über die aktuelle wirtschaftliche, juristische und geschäftspolitische Lage informieren.

Gute wirtschaftliche Entwicklung in 2026

Die Vorstände Frank Ripkens und Severin-Peter Seidel informierten über die wirtschaftliche Entwicklung in 2025 und 2026. „Nach der aktuellen Ergebnisvorschaurechnung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Wachstum beim Zins- und Provisionsergebnis sowie eine Reduktion unserer Ausgaben“, resümierte Seidel die aktuelle Situation.

Ohnehin sei auch schon in 2025 im Tagesgeschäft wenig von den besonderen Herausforderungen zu spüren gewesen. Es sei seit Bekanntwerden der Umstände, die zur Trennung vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden geführt haben, ohne Einschränkung fortgesetzt worden. Weder seien vermehrt Kündigungen von Mitarbeitenden erfolgt noch Einlagen abgezogen oder Genossenschaftsanteile gekündigt worden. 

Im Gegenteil: „Während wir bei der Anzahl der Mitglieder stabil bei rund 13.500 Mitgliedern liegen, verzeichneten wir bei den Kundenbeziehungen in 2025 sogar ein Wachstum. Und in 2026 konnten bislang weitere Mitglieder gewonnen und die Kundenbeziehungen nahezu stabil gehalten werden“, berichtete Seidels Kollege Frank Ripkens. Zudem konnten Einlagen und Kreditvolumen gesteigert werden.

Das sei dem ungebrochenen Engagement und der unbestrittenen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschuldet, denen Ripkens und Seidel ausdrücklich dankten.

Verlust in 2025

Weniger erfreulich war die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025. Auch wenn Zinsergebnis, Provisionsergebnis und die Erträge aus Mieten und Pachten zunahmen, mussten die Vorstände einen Verlust aus der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von etwas mehr als 110.000 Euro präsentieren. Vor diesem Hintergrund hat die Vertreterversammlung keine Dividende beschlossen.  

Belastet wurde das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor allem durch Wertberichtigungen und Abschreibungen im Kreditgeschäft. Hier musste die Bank einen Betrag in Höhe von etwas mehr als 2,2 Millionen Euro verkraften. Ohne die Unterstützungshilfen, die die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR-SE) wäre dieser Wert noch einmal deutlich höher gewesen.

Solide Eigenkapitalausstattung

Severin-Peter Seidel hob hervor, dass die Volksbank Kleverland dank der Unterstützung der BVR-SE über eine angemessene Eigenkapitalausstattung verfügt, die es ihr gestattet, ihrem Förderauftrag als regionale Genossenschaftsbank nachzukommen: „Insgesamt weisen wir ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von mehr als 79 Millionen Euro aus. Damit ist unsere Bank solide kapitalisiert.“ 

Fusion: ergebnisoffene Vorsondierung beschlossen 

Zum Ende des Vorstandsberichts informierte Frank Ripkens die Vertreterinnen und Vertreter über den Stand der Fusionsüberlegungen. „Unser Ziel ist es, die Volksbank Kleverland so aufzustellen, dass sie als eigenständiges Kreditinstitut ihren Auftrag erfüllen kann. Dabei sind wir auf einem sehr guten Weg, dank der Treue unserer Mitglieder und Kunden, des loyalen und kompetenten Einsatzes unserer Mitarbeitenden sowie der Hilfe des genossenschaftlichen Verbundes. Aber angesichts der Herausforderungen der Bankenbranche insgesamt macht es Sinn, über eine Fusion nachzudenken.“

Als Beispiele für die aktuellen Entwicklungen, denen Genossenschaftsbanken in größeren Einheiten leichter begegnen können, nannte Ripkens unter anderem den zunehmenden Wettbewerb von Direktbanken und Nicht-Banken, die hohen Investitionserfordernisse in Digitalisierung sowie Künstliche Intelligenz, die steigenden regulatorischen Anforderungen, deren Management immer mehr Spezialisten erfordert, und damit die Personalkosten treiben.